Obst für Hunde: Was ist okay, was nicht?

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kleiner Hund bekommt Obst zu fressen
Foto: beachbumledford via Twenty20

Obst ist für Hunde genauso gesund wie für uns Menschen – vorausgesetzt, man achtet auf einige wichtige Details. Denn nicht alle Früchte sind für unsere Vierbeiner unbedenklich. Welche Obstarten Sie Ihrem Hund bedenkenlos geben können und bei welchen Sie lieber die Finger davon lassen sollten, erfahren Sie in diesem Artikel.

1. Obst für Hunde – die wichtigsten Fakten

Bevor Sie Ihrem Hund irgendeine Frucht geben, sollten Sie einige Punkte beachten. Zum einen muss das Obst schön reif sein, damit es Ihrem Vierbeiner gut bekommt. Zum anderen darf es keine Kern- oder Steinfrüchte enthalten, da diese für Hunde giftig sein können. Achten Sie also darauf, dass Sie Ihrem Liebling nur Obst geben, das frei von Kernen und Steinen ist. Zusätzlich sollten Sie darauf achten, dass das Obst nicht zu süß ist. Süßigkeiten sind generell nicht gut für Hunde, da sie ihnen oft Magen-Darm-Probleme bereiten können. Auch wenn Obst natürlich nicht so süß ist wie Schokolade oder Gummibärchen, sollten Sie trotzdem nur reife und ungesüßte Früchte an Ihren Hund verfüttern.

2. Welche Früchte sind für Hunde geeignet?

Welches Obst kann ich meinem Hund nun bedenkenlos geben? Die beste Wahl sind Äpfel, Birnen, Bananen und Wassermelonen. Diese Früchte sind relativ magensaftresistent und enthalten viele wichtige Vitamine und Mineralien. Außerdem sind sie relativ mild im Geschmack, sodass sie auch für empfindliche Mägen geeignet sind. Wassermelonen eignen sich übrigens besonders gut als Erfrischung an heißen Tagen – sowohl für uns Menschen als auch für unsere Vierbeiner. Die Frucht ist nebenbei auch noch sehr hydratisierend und enthält viel Kalium, was bei Hitze sehr wichtig ist. Einfach ein paar Wassermelonenstücke in Wasser auflösen und Ihrem Hund zu trinken geben – schon hat er seine tägliche Ration an Flüssigkeit und Vitamine zusammen! Auch Ananas eignet sich gut als Erfrischung an heißen Tagen – allerdings sollten Sie hier etwas vorsichtiger sein. Ananas enthält nämlich ein Enzym namens Bromelain, das den Magensaft des Hundes anregt. Wenn Sie also Ananas an Ihren Vierbeiner verfüttern möchten, sollten Sie nur eine kleine Menge geben und ihn anschließend mindestens eine halbe Stunde ruhen lassen, damit er die Frucht verdauen kann.

3. Gefahren durch Obst bei Hunden

Insbesondere getrocknete Früchte sind für Hunde sehr schwer verdaulich und sollten daher nur in geringen Mengen gefüttert werden. Auf der Liste der schlechtesten Obstarten für Hunde stehen Trauben, Rosinen und getrocknete Früchte ganz oben. Diese Früchte enthalten relativ viel Zucker und können daher leicht zu Magen-Darm-Problemen führen.

Es gibt zudem einige Obstkerne, die für Hunde giftig sind, darunter die von Pfirsichen, Pflaumen und Kirschen. Diese Kerne können Zyanid enthalten, das für Hunde (und Menschen) giftig ist. Wenn Ihr Hund einen Obstkern frisst, ist es wichtig, auf die Symptome einer Zyanidvergiftung zu achten und gegebenenfalls einen Tierarzt aufzusuchen. Zu den Symptomen einer Zyanidvergiftung bei Hunden gehören Hecheln, Schwäche, Krampfanfälle und Kollaps. Wenn Sie vermuten, dass Ihr Hund einen Obstkern gefressen hat, rufen Sie sofort Ihren Tierarzt oder die Vergiftungszentrale für Tiere an.

4. Schlussfolgerung: Obst für Hunde ja – aber bitte in Maßen!

Obst ist für Hunde grundsätzlich eine gesunde und nahrhafte Ergänzung ihrer Ernährung. Allerdings sollten Sie bei der Auswahl des richtigen Obsts für Ihren Vierbeiner aufpassen und darauf achten, dass Sie ihm nicht zu viel geben. Wenn Sie sich an die oben genannten Regeln halten, kann Ihr Hund problemlos von den gesunden Nährstoffen in der Frucht profitieren – ohne dabei krank zu werden.