Die wohl 5 besten Tipps für Hundeanfänger

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5 Tipps für Hundeanfänger
Foto: eriklam / depositphotos.com

Ist die Entscheidung gefallen, das Leben künftig mit einem vierbeinigen Begleiter zu teilen, gibt es für die menschlichen Familienmitglieder einiges zu beachten – insbesondere, wenn bislang keine oder nur wenig Erfahrung mit Hunden gemacht worden ist.

Das Wichtigste in Kürze

  • Noch vor der eigentlichen Suche nach einem Hund müssen unbedingt einige wichtige Punkte geklärt werden.
  • Beim Finden des passenden Fellfreundes sollte das Hauptaugenmerk auf den Charaktereigenschaften des Tieres liegen.
  • Ist der Einzug des neuen pelzigen Familienmitglieds sorgfältig vorbereitet, lässt sich die erste – ohnehin schon turbulente – Zeit ruhiger gestalten.
  • Während und nach der Eingewöhnung entstehen wertvolle Bindungen und erste Regeln im Zusammensein von Mensch und Tier.
  • Hilfestellung von Außen ist gut, aber zum Teil (zu) allgemein – jeder Hund hat individuelle Bedürfnisse.

1. Die ersten Schritte: wichtige Überlegungen, bevor ein Hund nach Hause geholt wird

Zunächst sollten wichtige Vorüberlegungen getroffen werden, um eine realistische Einschätzung vornehmen zu können, ob ein Hund – nicht nur zum aktuellen Zeitpunkt, sondern für mindestens 10 bis 15 Jahre – überhaupt zu den eigenen Lebensgewohnheiten passt.
Eines der wichtigsten Kriterien zur Aufnahme des pelzigen Rudeltieres ist Zeit. Insbesondere im frühen Welpenalter sollten Hunde nicht alleine gelassen werden. Mit der Aufnahme des Hundes wird langjährige Verantwortung für diesen übernommen – und während dieser Zeit müssen der Tagesablauf und verschiedene Routinen nach dem vierbeinigen Begleiter ausgerichtet werden: Spaziergänge, Spiel- und Kuschelzeit, Hundeschule und Tierarztbesuche nehmen Zeit ein, die unbedingt im Alltag ihren festen Platz haben muss.
Ein weiterer entscheidender und oftmals unterschätzter Punkt sind die Kosten. Hierbei sind nicht die (unter Umständen auch schon relativ hohen) Anschaffungskosten des Tieres gemeint, sondern vor allem die stetigen Kosten: auch im Anschluss an die umfangreiche Erstausstattung werden lebenslang Aufwendungen für Futter, Pflege, Training und medizinische Versorgung sowie für Hundesteuer und Versicherung anfallen.
Ebenfalls muss vorab geklärt werden, ob Hundehaltung in den eigenen vier Wänden (von allen Familienmitgliedern) gewünscht ist. Bei Mietwohnungen ist es unbedingt ratsam, schon frühzeitig – das heißt, am besten noch vor der eigentlichen Suche nach einem Hund – eine schriftliche Genehmigung der Vermieter beziehungsweise Immobilienverwaltung einzuholen. Dies ist nicht nur wichtig, um Problemen im Rahmen des Mietverhältnisses vorzubeugen, sondern wird häufig auch von Züchtern als Grundvoraussetzung erfragt, um einen ihrer Welpen an den oder die jeweiligen neuen Besitzer abzugeben.

2. Das Suchen und Finden des passenden Fellfreundes

Sind diese (und gegebenenfalls weitere individuelle) Vorüberlegungen geklärt, kann die Suche nach dem pelzigen Liebling beginnen. Die Entscheidung sollte hier nicht primär am Aussehen einer bestimmten Rasse hängen, sondern an charakteristischen Eigenschaften, die das neue Familienmitglied mitbringen sollte. Die erste Frage lautet also: Welcher Hundecharakter passt am besten zu den Menschen, mit denen der Hund künftig zusammenleben wird? Auf Basis dieser Eigenschaften kann im nächsten Schritt nach einer oder mehreren bestimmten Rassen gesucht werden. Vielleicht ist auch ein Mischling die optimale Wahl? Soll es ein Welpe sein oder ein ausgewachsener Hund? Eine Hündin oder ein Rüde? Vom Züchter oder aus dem Tierschutz?

3. Vor dem Einzug: eine sorgfältige Vorbereitung ist das A und O

Empfehlenswert ist, sich bereits einige Zeit vor dem Einzug des pelzigen Mitbewohners über art- und rassespezifische Themen zu informieren. Hier sind physische Ratgeber und etablierte Internetquellen eine gute Wahl. Auch aus dem Austausch mit anderen Hundehaltern können wertvolle Tipps hervorgehen.
Hilfreich kann außerdem sein, sich schon vorab verschiedene Tierarztpraxen in der näheren Umgebung anzuschauen und Aufnahmekapazitäten zu erfragen. Auch diverse Anmeldungen können im Vorfeld angestoßen werden, zum Beispiel für die Hundeschule und beim örtlichen Bürgerservice (Hundesteuer). Auch der Abschluss einer Hundehaftpflichtversicherung ist von Anfang an ratsam.
Die eigenen vier Wände müssen hundegerecht abgesichert werden, das heißt: Kabel verräumen, Steckdosen schließen, Treppen sichern, zerbrechliche oder sonstige gefährliche oder verschluckbare Gegenstände entfernen – und vieles mehr!
Bald geht es los – nun wird die Erstausstattung für den neuen vierbeinigen Mitbewohner gekauft: neben Schlafplatz, Spielsachen, Kuscheltieren, Futternäpfen und Welpennahrung bitte auch an Halsband und/oder Geschirr sowie eine passende Leine denken, denn dies sind die Sachen, die zuallererst (meist noch vor dem Betreten des Hauses) in Benutzung sein werden. Auch für den Transport bei der Abholung des Hundes und für anstehende Autofahrten kann schon nach einem passenden Hundesitz geschaut werden.

4. Nach der ersten Eingewöhnung: die Welt erkunden

Die Umgebung mit all ihren Besonderheiten (Geräusche, Gerüche, Menschen, Tiere, Autos etc.) bedeutet viel Aufregung für den kleinen Vierbeiner. Die zahlreichen Reize müssen verarbeitet werden und es sollte dem jungen Hund daher nicht zu viel auf einmal zugemutet werden. Ruhephasen sind wichtig – dann kann die nächste Erkundungstour mit frischer Energie beginnen!

5. Last, but not least: Guter Rat ist teuer

… und manchmal einfach auch (noch oder gerade) nicht passend. So individuell der Mensch ist, ist es auch der Hund – und ebenso einmalig die Verbindung zwischen ihnen. Im Zusammenleben mit einem Hund lernt nicht nur dieser: Der Umgang mit einem Hund bedeutet, auch für den Menschen Arbeit an sich selbst. Leitplanken in der Erziehung sind durchaus hilfreich, aber nicht jeder Schritt muss nach den Ratschlägen Anderer ausgerichtet werden. Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und in die treue Zuwendung des Fellfreundes ist der absolut richtige Weg – denn als gutes Team ist direkt alles viel leichter!

Übrigens: Viele weitere Tipps für Hundefreunde gibt es auf der Seite dogmaniacs.de.

Fazit

Das Wichtigste im Zusammenleben mit einem Hund ist das kleine Rudel selbst. Sind in diesem Miteinander Aufmerksamkeit, Liebe und Wohlwollen (auch wenn die Nerven blank liegen) gegenüber dem pelzigen Freund selbstverständlich, werden die menschlichen Familienmitglieder überschüttet mit bedingungsloser Zuwendung und der wohl wundervollsten Zeit ihres Lebens.