Katzenfutter – die richtige Auswahl ist entscheidend

2 Katzen fressen am Katzennapf
Erstklassiges Katzenfutter ist wichtig für die Gesundheit unserer Lieblinge - Foto: HASLOO / depositphotos.com

Katzen sind keine Nutztiere, sondern reine Haustiere. Dennoch ist die richtige Fütterung der Katze wichtig für ihre Gesundheit und die Auswahl des passenden Katzenfutters gar nicht so einfach, wie man das im ersten Moment vielleicht glauben mag. Wir haben mit dem Betreiber von pettipps.com gesprochen.

Das liegt natürlich schon an der Katze selbst, die nur das fressen will, was ihr besonders gut schmeckt. Egal wie gesund das Futter auch ist, das sie für ihr Haustier besorgt haben, die Katze wird es ignorieren, wenn es ihr nicht schmeckt. Im Gegenteil, sie wir laut miauend darauf beharren, ein anderes Futter zu bekommen. Egal wie sehr sie sich auch bemühen, da hilft alles zureden nichts. Irgendwann geben sie sich dem lauten klagenden Miauen geschlagen und tauschen das Futter aus.

So ähnlich verhält es sich auch, wenn das Futter nicht frisch ist. Die Katze wird es verweigern und will etwas Frisches in ihren Napf. Sie können es zwar manchmal mit kleinen Tricks versuchen und das Futter, welches bereits seit dem Morgen im Napf ist, erneut umrühren und ihrem Liebling dann erneut vorsetzen. In den meisten Fällen funktioniert das nicht. Die Katze beharrt darauf, dass ihr Napf frisch gefüllt werden muss.

Das erste, was wir daraus lernen, niemals zu viel in den Napf geben. Lieber weniger und später einen Nachschlag geben, wenn es wirklich zu wenig war.

Die Futterindustrie versucht dem zwar entgegenzuwirken und setzt teilweise Aromastoffe und dergleichen zu. Das aber steht im Widerspruch zur gesunden Ernährung mit ausreichenden Vitalstoffen, die wir ja für unsere Katze geplant haben.

Futter dem Alter entsprechend

Das Futter unterscheidet sich auch je nach Alter Ihrer Katze. Das fängt an, wenn sie ein kleines Kätzchen haben. Kätzchen sind noch im Wachstum und brauchen viel Eiweiß im Futter. 30% Eiweiß sollten es schon sein. Aber da auch die Knochen mitwachsen sollen, ist natürlich auch auf den Calciumanteil zu achten. Bei den ganz kleinen ist das kein Problem. Kätzchen bis zur 10ten Woche werden durch die Muttermilch bestens versorgt. Diese ist reich an Eiweiß und Calcium. Ab der 10ten Woche kann das Kätzchen anfangen von flüssiger Nahrung auf feste Nahrung umzusteigen. Sie können daher beginnen, etwas Trockenfutter zu verfüttern. Das Trockenfutter sollte aber zuvor in Wasser eingeweicht werden, damit es weicher wird. Das Kätzchen ist harte Nahrung noch nicht gewohnt und wird sonst Probleme beim fressen haben.

Wenn das Tier dann größer und auch aktiver wird, braucht es mehr an Nahrung. Reine flüssige Ernährung würde nicht den Energiebedarf nicht mehr decken. Außerdem muss die Katze feste Nahrung zu sich nehmen, um ein festes Kiefer zu bekommen. Bereits jetzt passieren häufig die ersten Fehler. Es sollte in dieser Zeit tunlichst vermieden werden zuckerhaltiges Futter zu verfüttern. Das ist nicht nur ungesund und kann zu einer Gewöhnung an Süßes führen, es schadet auch den Zähnen der Katze, welche ja nicht geputzt werden.

Futter für erwachsene Katzen

Ist die Katze erwachsen, wird es einfacher Futter zu finden. Der Markt bietet eine enorm große Auswahl an Katzenfutter für erwachsene Katzen. Wenn Ihre Katze Freigänger ist, wird sie sich natürlich auch von Mäusen ernähren. Damit ist ein wichtiger Grundstein für eine artgerechte und gesunde Ernährung bereits gelegt. Katzen sind Raubtiere und Futter, welches sie selbst fangen, eignet sich natürlich am besten für sie.

Bei einer reinen Wohnungskatze ist es ein klein wenig schwieriger. Sie müssen den Mangel an gefangenen Kleintieren über das Futter kompensieren. Wohnungskatzen bewegen sich auch weniger als Freigänger. Auch das ist bei der Auswahl des Futters bzw. bei der Menge, die verfüttert wird, zu beachten.

Katzensenioren

Wird ihre Katze dann älter muss auch das bei der Fütterung berücksichtigt werden. Die Verdauung der Katze wird schlechter, der Appetit nimmt ab und auch das Kiefer ist nicht mehr zu vergleichen, mit dem einer jungen Katze.

Eine Katze im Alter braucht daher weniger Kohlenhydrate und weniger Ballaststoffe, als die junge.

Es wird immer wichtiger, dass das Futter der Katze schmeckt. Je älter die Katze wird und je weniger Appetit sie hat, desto wählerischer wird sie sein, was ihr Futter betrifft. Wer jetzt darauf geachtet hat, dass die Katze in jungen Jahren nicht viel Zucker über das Futter bekommen hat, wird es nun um vieles einfacher haben. Wenn die Katze nicht an Zucker gewöhnt ist, verlangt sie diesen auch im alter nicht.

wie in jungen Jahren kommt auch jetzt wieder die Zeit, in der Trockenfutter eingeweicht werden muss. Die Kraft des Kiefers lässt nach. Die Zähne werden schlechter und fallen teilweise sogar aus. Für die Katze wird es sehr schwer bis unmöglich das harte Trockenfutter zu fressen. Unterstützen sie Ihren Stubentiger, in dem sie das Trockenfutter vorher in Wasser einweichen.

Nassfutter oder Trockenfutter

Wir haben bis immer nur von Trockenfutter gesprochen. Es gibt doch auch Nassfutter am Markt. Wie steht es damit. Hier entfällt ein einweichen, das wäre doch viel praktischer. Ja, natürlich, aber auch Nassfutter ist nicht immer unbedenklich. Im Nassfutter werden viele Füllstoffe mitverarbeitet. Diese kann die Katze nicht verwerten und scheidet diese einfach wieder aus. Im schlimmsten Fall bekommt die Katze eine Allergie. Daher wird eine Katze in der Regel mehr Nassfutter fressen, als Trockenfutter. Das ist nicht nur teurer, auch der Abfall in form von Verpackung und Dosen steigt.

Außerdem ist ja im Nassfutter Fleisch mitverarbeitet. Damit dieses nicht schlecht wird, werden natürlich dem Nassfutter Konservierungsstoffe beigemengt. Diese Konservierungsstoffe sind nicht gerade optimal für Ihre Katze. Trotz der Konservierungsstoffe hält das Futter aber nur solange die Dose geschlossen ist. sobald man diese öffnet, muss das Futter auch rasch verbraucht werden, weil es sonst schlecht wird. Noch viel schlimmer ist es, sobald das Futter im Napf gelandet ist. Hier hat das Nassfutter nur eine relativ kurze Haltbarkeit im Gegensatz zum Trockenfutter.

Snacks für die Katze

Wie steht es nun mit den berühmten Katzensnacks. Snacks sind reine Belohnungsartikel und bringen der Katze Abwechslung in den Futteralltag. Es gibt eine schier unglaubliche Auswahl an Katzensnacks am Markt. Hier den Überblick zu behalten, ist ein Ding der Unmöglichkeit.

Wichtig, Snacks sind nur als Beigabe zum Futter gedacht und werden daher auch nur zwischendurch verfüttert. Sie eigenen sich nicht als Ersatz des Hauptfutters. Diese Snacks können als Belohnung für etwas gegeben werden, oder um mit der Katze zu spielen. Dabei übernehmen die Snacks durchaus auch die Funktion einer Zahnbürste, oder eines Diätriegels. Auch als Ablenkung oder zur Abwechslung zwischen den Mahlzeiten werden Snacks gerne verfüttert.

Ergänzungsfuttermittel

Es wird immer schwieriger eine Katze gesund und abwechslungsreich zu ernähren. Dazu kommt, dass eine Katze keine Rücksicht darauf nimmt, welches Fressen Ihrer Gesundheit zuträglich ist, sondern nur darauf achte, was ihr besonders gut schmeckt. Es kann daher zuweilen zu Mangelerscheinungen kommen. Diese können dann mit Ergänzungsfuttermitteln ausgeglichen werden. Es gibt mittlerweile Ergänzungsfuttermittel für jedes Vitamin und jeden Mineralstoff, den man sich nur denken kann. Welche Futtermittel hier Sinn machen und welche nur ihrem Geldbeutel schaden, lässt sich leider nicht mehr so genau sagen. Am besten weiß noch der Tierarzt, welches Mittel ihrer Katze guttut und auf welches sie besser verzichten sollten. Diese Futtermittel gibt es Form von Tropfen, Pulver, Tabletten und auch als Leckerlies. Sie zu verfüttern ist einfacher, als man annehmen mag.

Dennoch muss man im Hinterkopf behalten, dass Ergänzungsfuttermittel immer als Ergänzung zu betrachten sind und niemals eine ausgewogene Ernährung ersetzen können. Versuchen sie daher immer den Bedarf ihrer Katze mit dem Futter zu decken und Ergänzungsfuttermittel, wie der Name bereits sagt nur als Ergänzung bei der diagnostizierten Mangelerscheinung zu verwenden.