Flöhe bei Haustieren und wie man sie los wird

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Hund hat Flöhe
Foto: Voyagerix / depositphotos.com

Wenn der Hund, die Katze oder das Kaninchen Flöhe hat, ist das zwar ärgerlich, jedoch nicht sehr gefährlich für Menschen und Tiere eines Haushalts. Die gute Nachricht: Wer weiß, wie man die Flöhe loswird, hat sehr gute Chancen, langfristig seine Ruhe zu haben, ohne großen Schaden zu nehmen.

So werden Flöhe bei Haustieren festgestellt

In erster Linie werden Halter den Flohbefall beim Haustier merken, weil sich dieses vermehrt blutig kratzt. Hier unterscheiden sich die Symptome bei Katzen, Hunden und Kaninchen nicht. Alle drei Haustiere können sich sogar so stark kratzen, dass es zu blutenden, schuppenden Hautstellen und kleinen offenen Wunden kommt. Selbst Allergien sind durch den Hundefloh nicht selten.

Besonders gerne halten sich Flöhe im Bereich der Hinterbeine auf. Kratzt sich das Tier in diesem Areal vermehrt oder schreckt sogar aus dem Schlaf hoch, um sich mit Zähnen oder Klauen zu kratzen, handelt es sich sehr wahrscheinlich um Flöhe.

Während Hunde bei einem starken Befall anfangen zu winseln, weil die Stellen so stark jucken, reagieren viel Katzen aggressiv oder zumindest zurückhaltender als sonst auf Streicheleinheiten. Auch von Flöhen befallene Kaninchen lassen sich nicht mehr gerne streicheln und verweigern mitunter das Futter.

So vermehren sich die Flöhe

Es gibt zwei besonders verbreitete Arten. Bekannt sind einerseits der Hundefloh, der tatsächlich vorwiegend Hunde befällt und der Katzenfloh, der auf sämtliche andere Tierarten übergehen kann. Leider können Flöhe auch zum Beispiel von der Katze auf das Kaninchen oder umgekehrt übergehen. Sogar der Mensch ist ein willkommener Wirt.

Für die Fortpflanzung benötigen Flöhe frisches Blut. Sobald die Flöhe dieses vom Wirt abgezapft haben, legen sie ihre Eier direkt am Körper des befallenen Tieres oder Menschen ab.

Meistens beschränken sich Flöhe nicht auf die Eiablage am Körper, sondern kriechen auch in Sofaritzen oder in das Hundekörbchen sowie den Kaninchenstall, damit die Eier dort in Ruhe reifen und neue Flöhe schlüpfen können.

Um mehr über die Lebensweise sowie die Fortpflanzung zu erfahren, sollte man einen Ratgeber zu Flöhen beim Hund zu Rate ziehen. Hier finden sich auch zahlreiche Tipps zur Vermeidung und Bekämpfung.

Wie Tiere bei Flohbefall behandelt werden

Stellen Besitzer fest, dass eine Katze, ein Hund oder ein Kaninchen Flöhe hat, sollte schnell gehandelt werden. Die meisten Menschen greifen zu einem klassischen Antiflohmittel, welches entweder im Internet bestellt oder direkt beim Tierarzt mitgenommen werden kann.

Ob Pulver zur Flohbekämpfung besser ist als ein Halsband oder ein flüssiges Produkt zum Auftragen auf der Haut, lässt sich pauschal nicht beantworten. Fest steht: Bei allen Mitteln ist die richtige Dosierung wichtig, damit der Organismus des Tieres nicht zu stark belastet wird.

Wer nicht nur ein Haustier hat, sondern mehrere Tiere der gleichen oder einer anderen Art, sollte alle Tiere behandeln. Es ist so gut wie sicher, dass sämtliche Tiere befallen wurden. Daher ergibt es keinen Sinn, nur einzelne Lebewesen zu behandeln, welche dann wieder und wieder befallen werden.

Die Behandlung mit einem Präparat gegen Flöhe muss in der Regel mehrfach wiederholt werden. Manchmal kann es vorkommen, dass Flöhe an einer Stelle Eier abgelegt haben, die erst später reifen. In dem Fall kommen immer wieder neue Flöhe hinzu, die nach und nach ausgerottet werden müssen.

Umgebung von Flöhen befreien

Neben den Tieren selbst muss auch die Umgebung von Flöhen bzw. von den Eiern der Flöhe befreit werden. Nur ein Bruchteil der Flöhe befindet sich direkt am Tier. Deshalb ist es wichtig, dass alle textilen Dinge im Haushalt nicht nur abgesaugt und Tierhaare entfernt, sondern nach Möglichkeit mit einem Flohmittel behandelt werden.

Dinge, die mit hohen Temperaturen in der Waschmaschine gewaschen werden können, sollten bei mindestens 60 Grad gewaschen werden. Temperaturen um die 30 Grad überleben die Flöhe in der Regel.

Effektiver als das Waschen und Wegwerfen von Hundebetten, Decken, Kissen, Teppichen und Co. ist die Verwendung eines Umgebungssprays, auch Fogger genannt. Dieses wird gleichmäßig aufgesprüht, damit die Flöhe und Eier nicht überleben.

Der Nachteil an der Sache: Leider wird es immer wieder vorkommen, dass nicht alle Flöhe getötet werden. Daher muss das Prozedere mehrfach wiederholt werden. Je gründlicher Tierhalter vorgehen, desto schneller sind keine Flöhe mehr in der Wohnung vorhanden.