Warum die Katze ins Bett pinkelt

Warum die Katze ins Bett pinkelt
Foto: LegasC / depositphotos.com

Wenn die Katze ins Bett pinkelt, ist das ein Grund zur Sorge. Erstens kann man die Hinterlassenschaften schwierig restlos entfernen und zweitens riecht Katzenurin unangenehm. Hat sich die Katze erst einmal angewöhnt, auch Orte außerhalb des Katzenklos zu beschmutzen, ist das Umgewöhnen alles andere als einfach.

Häufige Ursachen: körperliche Beschwerden

Katzen reagieren empfindlich auf Kälte – besonders, wenn es sich um Wohnungskatzen mit einem spärlichen Fellkleid handelt. Daher ist es wichtig, dass Halter beim Tierarzt abklären lassen, ob das Tier eventuell an einer Unterkühlung oder an einer Blasenentzündung leidet.

Wenn die Katze ins Bett pinkelt, kann das auch an einer Art von Demenz und einer damit einhergehenden Inkontinenz liegen. Das kommt bei älteren Katzen häufiger vor, als Halter glauben. Auch diese gesundheitliche Ursache sollte mithilfe des Tierarztes ausgeschlossen werden.

Probleme mit den Nieren sowie Harnkristalle sind recht einfach durch die Gabe von Medikamenten oder eine OP zu beheben. Damit das klappt, muss erst einmal die richtige Diagnose gestellt werden. Erst dann zieht man in Erwägung, dass es sich um ein psychisches oder um ein Problem hinsichtlich der Erziehung handelt.

Probleme mit der Katzentoilette als Ursache

Einige Katzen wenden ein regelrechtes Protestpinkeln an, wenn sie mit der Situation im Kontext des Katzenklos (Lesetipp: Klotraining für die Katze) nicht zufrieden sind. Daher gilt es für Halter zu prüfen, ob sich das Katzenklo an einer ruhigen, gut erreichbaren Stelle befindet und das Klo ausreichend groß sowie sauber ist.
Es gibt einige sehr reinliche Exemplare, die das Katzenklo nur einmal oder zweimal nutzen, ehe es wieder gesäubert werden muss. Wer wenig Zeit hat und die Katzen hin und wieder mehrere Stunden alleine lassen muss, der sollte in diesem Fall am besten zwei bis drei Klos aufstellen. Dann kann die Katze immer das Klo nutzen, welches aktuell sauber ist.
Nicht jede Katzenstreu wird von jeder Katze gleich gut angenommen. Es kann sich daher lohnen, verschiedene Marken sowie Sorten auszuprobieren. Eventuell wird eine neue Katzenstreu besser angenommen und das Problem mit dem Pinkeln im Bett legt sich.

Unglückliche Katze führt zu unsauberer Katze

Wenn die Katze in der Vergangenheit die Katzentoilette benutzt hat, inzwischen aber zusätzlich ins Bett pinkeln, kann das auf einen Fehler bei der Haltung hinweisen. Sind Katzen unglücklich, drückt sich das oftmals in einem unsauberen Verhalten oder einem Verweigern der Katzentoilette aus.
Ist die Katze oft alleine? In dem Fall sollte man sich entweder mehr Zeit für das Tier nehmen oder eine zweite Katze anschaffen. Was Katzen ebenfalls nicht mögen: zu viel Lärm oder Trubel und gleichzeitig zu wenige Möglichkeiten, sich effektiv zurückzuziehen.
Halter sorgen dafür, dass es genügend Katzenbetten, Tunnel oder Decken gibt, an welchen die Katze ungestört ruhen kann. Gibt es im Haushalt kleine Kinder oder andere Tiere, muss es für die Katze möglich sein, sich vor diesen in Sicherheit zu bringen. Denn: Nicht selten pinkeln Katzen aufgrund von akutem Stress ins Bett.

Plötzliche Veränderungen als Grund für das Pinkeln

Manche Katzen kommen nur schwer mit Veränderungen zurecht. Hat die Familie in letzter Zeit Zuwachs bekommen oder man ist gemeinsam mit der Katze umgezogen? Hierbei kann es sich um Faktoren handeln, die der Katze aufs Gemüt schlagen. In dem Fall gilt: Halter sollten dem Tier Zeit geben, sich an die Situation zu gewöhnen. Eventuell legt sich das Problem dann von alleine.
Katzen sind sehr sensibel. Sie mögen es nicht, wenn der Halter in den Urlaub geht und die Tiere zusammen mit einem Betreuer alleine zu Hause lässt. Bei manchen Katzen äußerst sich dieser Unmut in Protestpinkeln, der sich in der Regel einige Wochen oder Monate nach dem Ereignis wieder legt.