Was tun, wenn der Hund nicht gehorcht?

Ungehorsamer Hund zieht einen Mann
Ist der Hund ungehorsam, müssen Maßnahmen ergriffen werden - Foto: tiloligo / depositphotos.com

Der Hund gehorcht nicht

Auch wenn der Hund der beste Freund des Menschen ist, so haben die Tiere hin und wieder auch ihren eigenen Kopf, den sie gekonnt versuchen durchzusetzen. Wenn der eigene Hund nicht hört, ist das für die Besitzer nicht nur enorm anstrengend, sondern es kann mitunter auch gefährlich werden. Es ist ziemlich aussichtslos, einen triebgesteuerten Hund zu stoppen, der einfach die Befehle seines Herrchens ignoriert. Aber warum verweigern einige Vierbeiner einfach Gehorsam und wie können die Besitzer den Hund dazu bringen, endlich auf die befehlenden Worte zu reagieren?

Ein Hund braucht klare Regeln

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Wenn Ihr Hund nicht hört, hat es nichts mit einem besonders ausgeprägten Freiheitsdrang zu tun. Natürlich genießt jedes Tier seine Freiheit und auch Hunde lieben es, ohne Leine auf der Wiese herumtoben zu dürfen. Allerdings ist der Hund auch ein Rudeltier und sehnt sich demnach nach einer gewissen Ordnung in seinem Alltag. Sie wollen sich auf einen souveränen Rudelführer verlassen, der ihm liebevoll, aber konsequent den richtigen Weg aufzeigt. Selbst Tiere, die als schwer erziehbar gelten, werden ihrem Führer schnell Gehör schenken wenn sie erstmal bemerken, das dieser Weg der deutlich leichtere ist.

Wenn ein Hund also jedes „Platz“, „Sitz“ und „Bei Fuß“ ignoriert, hat es also nichts damit zu tun, dass das Tier von Natur aus ein kleiner Sturkopf ist. Vielmehr sind die Fehler beim Halter zu finden, denn nur eine liebevolle, aber feste Hand kann einen Hund dazu bewegen, auf zukünftige Befehle zu regieren. So hart es auch klingt: Eine falsche oder gar mangelnde Erziehung ist der wahrscheinlichste Grund dafür, dass Ihr Hund nicht hört.

Ungehorsam bei Hunden:: Die häufigsten Gründe

Damit Sie in Zukunft Fehler in der Erziehung Ihres Hundes vermeiden, ist es wichtig zu wissen, wo diese in der Vergangenheit zu finden waren. Ein Grund dafür, warum Ihr Hund die Befehle ignoriert, könnte ganz einfach darin liegen, dass er sie schlicht und ergreifend nicht versteht. Dies liegt nicht etwa daran, dass Ihr Vierbeiner dumm oder gar taub ist, sondern er kann Ihre Aufforderung nicht wahrnehmen. Unklare oder widersprüchliche Kommandos müssen Sie unbedingt vermeiden, wenn Sie mit Ihrem Hund kommunizieren. Auch wenn Ihre Körpersprache nicht mit Ihrem Tonfall übereinstimmt, kann der Hund die Befehle unter Umständen nicht richtig deuten. Sie können ihn also noch so freundlich auffordern, zu Ihnen zu kommen – wenn Ihr Hund merkt, dass Sie aufgeregt mit dem Fuß auf- und ab wippen wird er sich hüten, zu ihnen zu kommen. Schließlich möchte er sich nicht freiwillig ein Donnerwetter abholen.

Das richtige Timing ist wichtig: Bleiben Sie konsequent

Auch wenn die Kommandos zu einem völlig falschen Zeitpunkt kommen, kann es für Ihren Hund schwer werde, darauf richtig zu reagieren. Es ist beispielsweise vollkommen wirkungslos, Ihren Hund zu einem „Platz“ aufzufordern, wenn er dies eigentlich erst an der 50 Meter entfernten Supermarkttür tun soll. Die Ausführung der Befehle sollte immer direkt auf das Aussprechen der Befehle erfolgen können.

Natürlich wird es einige Zeit dauern, bis Ihr Hund verschiedene Kommandos gelernt hat und richtig ausführen kann. Aber Hunde vergessen selbst die besten Übungen schnell wieder, wenn sie nicht konsequent trainiert werden. Üben Sie deshalb Befehle und Kommandos immer wieder an verschiedenen Orten, denn nur so können Sie nachhaltig den Gehorsam Ihres Hundes trainieren.

Gehorsam beim Hund trainieren

Auch wenn Sie Ihren Hund für noch so stur halten, gibt es eine gute Nachricht: Jeder Hund kann Gehorsam lernen. Im Idealfall hat Ihr Vierbeiner selbstverständlich schon im Welpenalter die wichtigsten Kommandos gelernt, denn junge Hunde lernen zweifellos besser und schneller, als ausgewachsene Tiere. Zudem gibt es auch Unterschiede im Zusammenhang mit den verschiedenen Hunderassen: Während ein Afghanischer Windhund oder der Wolfshund ziemlich eigensinnig sein können und dementsprechend viel Know-how und Geduld erfordern, lässt sich ein Labrador oder der Golden Retriever deutlich leichter erziehen. Und trotzdem können auch vermeidlich schwer erziehbare Tiere immer auf den richtigen Weg gebracht werden.